Die kleinen und mittleren Unternehmen in der Schweiz beschleunigen ihre digitale Wende. Gemäss der Ausgabe von 2020 des „Digital Leadership Barometer“ der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) arbeiten mehr als die Hälfte der befragten Firmen an digitalen Projekten.
Die Studie Digital Leadership Barometer erforscht, wie die Schweizer KMU ihre Lenkungsstrukturen im digitalen Zeitalter organisieren. Die Analyse, für die Manager von mehr als 200 Firmen befragt wurden, gibt einen Überblick über die Entwicklungen der Schweizer Wirtschaft auf dem Gebiet des digitalen Managements.
Zum Zeitpunkt der ersten Ausgabe des Barometers 2018 gaben nur 47% der Befragten an, dass in ihrem Unternehmen gerade ein digitales Projekt am Laufen sei. Mittlerweile beträgt dieser Anteil 55%. Die Entwicklung belegt, dass es heutzutage unmöglich ist, die Bedeutung der Digitalisierung für die KMU zu leugnen. Im Durchschnitt bewerten die Befragten die strategische Bedeutung der Digitalisierung auf einer Skala von 100 Punkten mit 81. Diese Dynamik, die schon seit einigen Jahren anhält, hat sich im Zuge der durch die Covid-19-Epidemie ausgelösten Krise beschleunigt.
2018 hatten noch 33% der befragten Firmen keine Struktur für die Steuerung digitaler Aktivitäten. Diese Zahl ist stark rückläufig und liegt derzeit bei 22%. In 27% der KMU findet man heute einen Central Digital Officer (CDO), also einen Manager, der für digitale Fragen zuständig ist. Das sind acht Prozentpunkte mehr als 2018. Rund zwei Fünftel der Unternehmen steuern ihre digitale Wende zudem gemeinsam, zum Beispiel in Austauschgruppen oder Ausschüssen.