Das Jahr 2025 steht vor der Tür, und für viele Kleinunternehmen ist es an der Zeit, Entscheidungen zu treffen. Die wirtschaftliche Lage, technologische Entwicklungen und verändertes Kundenverhalten haben eine Reihe neuer Herausforderungen geschaffen. Viele kleine Unternehmen erkennen zwar die Bedeutung der Planung, verschieben sie jedoch oft zugunsten des Tagesgeschäfts.
In einer schnelllebigen Geschäftswelt ist eine klare Ausrichtung notwendig, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Kleinunternehmen sind besonders betroffen, wenn es um Personal- und Finanzenknappheit geht. Sie können Schwankungen in der Nachfrage oder Preisänderungen nicht so einfach auffangen wie grosse Konzerne. Deshalb ist es essenziell, rechtzeitig festzulegen, welche Ziele verfolgt, welche Märkte fokussiert werden und wie man sich von der Konkurrenz abheben kann. Strategische Planung bedeutet nicht nur, potenzielle Risiken zu erkennen, sondern auch, Chancen zu ergreifen.
Die Entwicklung einer Strategie erfolgt nach bewährten Methoden
Das „5 Forces“-Modell von Michael Porter, beispielsweise, bietet Unternehmen einen strukturierten Rahmen, um die Wettbewerbssituation und Marktkräfte zu analysieren. Es umfasst fünf zentrale Kräfte, die auf ein Unternehmen und seine Branche einwirken. Diese Kräfte sind:
- Bedrohung durch neue Marktteilnehmer
Neue Marktteilnehmer sind eine Bedrohung für etablierte Unternehmen, da sie zusätzliche Konkurrenz schaffen und oft aggressive Preisstrategien oder innovative Produkte einführen. Kleinunternehmen können besonders anfällig für neue Mitbewerber sein, da diese oft flexibel und schnell auf Marktveränderungen reagieren können. Um diese Bedrohung zu bewerten, sollten sich Kleinunternehmen fragen: Welche Eintrittsbarrieren gibt es in meiner Branche, und wie kann ich diese erhöhen? Massnahmen könnten beispielsweise eine verstärkte Markenbildung oder exklusive Partnerschaften sein, die einen Marktzugang erschweren. - Verhandlungsmacht der Lieferanten
Die Lieferkette spielt eine zentrale Rolle für jedes Unternehmen. Wenn Lieferanten eine hohe Verhandlungsmacht haben, können sie die Preise erhöhen oder Lieferbedingungen zu ihrem Vorteil anpassen. Gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten, wie etwa gestörter Lieferketten oder Preissteigerungen für Rohstoffe, ist es für Kleinunternehmen entscheidend, ihre Abhängigkeiten zu prüfen und Alternativen zu schaffen. Das Ziel sollte sein, eine breitere Lieferantenbasis aufzubauen, um so Flexibilität und Verhandlungsmacht zu gewinnen. - Verhandlungsmacht der Kunden
Kunden, die über eine hohe Verhandlungsmacht verfügen, können Preise drücken oder höhere Qualität erwarten. Die Analyse dieser Macht hilft Kleinunternehmen, ihre Zielgruppe und deren Bedürfnisse besser zu verstehen. Dabei gilt es auch zu erkennen, ob die Kunden leicht zu einem anderen Anbieter wechseln könnten. Eine enge Kundenbindung, durch exzellenten Service und personalisierte Angebote, kann die Abhängigkeit der Kunden von der eigenen Marke stärken. Langfristige Kundenbindungen und Loyalitätsprogramme sind hier effektive Instrumente. - Bedrohung durch Ersatzprodukte oder -dienstleistungen
In einer zunehmend digitalen Welt entstehen ständig neue Produkte und Dienstleistungen, die etablierte Angebote ersetzen könnten. Diese Bedrohung ist besonders für Branchen relevant, die schnell von Innovationen betroffen sind, wie etwa der Einzelhandel, Dienstleistungen und technologieaffine Sektoren. Unternehmen sollten sich fragen, ob und in welchem Umfang ihre Produkte durch neue Lösungen ersetzt werden könnten, und welche Alleinstellungsmerkmale sie besitzen. Oft ist es die Einzigartigkeit eines Angebots oder die starke Kundenbindung, die ein Unternehmen von Ersatzprodukten abhebt.
- Wettbewerbsdruck innerhalb der Branche
Der interne Konkurrenzdruck ist oft die stärkste Kraft, die auf ein Unternehmen wirkt. Kleine Unternehmen befinden sich häufig in stark umkämpften Märkten. Die Analyse dieser Kraft hilft ihnen zu entscheiden, wie sie sich von ihren Mitbewerbern differenzieren können. Ein klarer Wettbewerbsvorteil, wie ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis oder exzellenter Kundenservice, kann den entscheidenden Unterschied machen. Zudem bietet die Analyse die Möglichkeit, Marktsegmente zu identifizieren, die weniger stark umkämpft sind und so ein neues Wachstumsfeld bieten.
Strategische Planung für das kommende Jahr
- Zunächst sollte das Unternehmen eine genaue Bestandsaufnahme machen. Dazu gehört eine ehrliche Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen und der externen Faktoren, die das Geschäft beeinflussen.
- Was will das Unternehmen in den nächsten drei bis fünf Jahren erreichen?
- Jede der oben genannten fünf Kräfte sollte in Bezug auf das eigene Unternehmen und die Branche untersucht werden.
- Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse gilt es, eine klare Strategie zu entwickeln, die die Wettbewerbsfähigkeit stärkt.
- Ein solider Plan sollte in konkrete, umsetzbare Schritte gegliedert und regelmässig überprüft werden. Kontinuierliche Anpassungen sind dabei unerlässlich.
Besonders in einem Jahr wie 2025, das zahlreiche wirtschaftliche und technologische Unsicherheiten bereithält, kann eine durchdachte Strategie dazu beitragen, Risiken zu minimieren und Wachstumschancen optimal zu nutzen.
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